Nach der ersten erfolgreichen Veröffentlichung des «Psychobuch» im Jahr 2014 bietet «Psychobuch 2» nun einen weiteren tiefen Einblick in das paradoxale Universum von Beni Bischof. Das Buch präsentiert ein vielschichtiges, multimediales Gebilde, das von einem dichten Netz wiederkehrender Themen und Motive zusammengehalten wird. Es ist eine umfassende Darstellung von Bischofs Werk ohne Anspruch auf Vollständigkeit und zugleich ein eigenständiges Künstlerbuch.
Skulpturen, Gemälde und Installationen folgten auf Zeichnungen und Collagen, in denen er in unbändigem Schaffensdrang seine Obsessionen weitertrieb. Bischof interpretiert Alltagsmomente und überführt vorgefundene Gegenstände zu skurrilen Objekten und räumlichen Inszenierungen in verschiedenen Materialtechniken. Das Zusammenführen von prägnanten Bildaussagen und das malerische Überarbeiten kommt auch in seinen Aneignungen von Medienbildern aus Modezeitschriften, Trivialliteratur, LP-Covers und Ähnlichem zum Tragen. Diese bearbeitet er malerisch, digital oder gar mechanisch, und entwickelt so eine eigene Bildsprache.
Bischofs Schaffen ist geprägt von intuitiven Gesten, zynischem Humor und einem offensichtlichen Hang zum Chaos. Ein wild gewachsenes multimediales Konvolut, das dem Alltag abgerungen wird.